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Details des Modells
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Der Rumpf
Die Verkleidung
Das Mahlwerk
Die Kappe
Die Flügel
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werden mit detaillierten und maßstabsgerechten Zeichnungen der jeweils auf den Typ bezogenen Mahlwerke und
technischen Ausstattungen in farbiger Ausführung dargestellt.
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Details des Modells der Windmühle im Vergleich zu Orginalen
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Der Windmühlenrumpf am Modell:
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Zur Grundkonstruktion des achteckigen Mühlenkörpers lagen dem Bausatz zwei vorgestanzte Bodenplatten für den Steinboden und das erste Geschoss bei, die mit schmalen Holzleisten beplankt wurden.
Die Bretter des zweiten Geschosses und des Kappbodens liegen wie im Original nur auf einem Kreuzverband, der immer zwei nebeneinander stehende Säulen durch Spannriegel miteinander verbindet. Das Ständerwerk wurde aus Vierkantleisten verschiedener Stärken und Bearbeitungsgrade erstellt. Der
Rumpfbau fand seinen Abschluss in der Fertigstellung des Rollenkranzes unterhalb der Kappe. |
Die Rollen sind dabei mit halbrunden Hölzern lediglich angedeutet, was der Funktion im Modell jedoch nicht schadet. Entgegen den Vorstellungen des Herstellers, war von Baubeginn an vorgesehen, die Mühle teilweise mit einer Verkleidung zu versehen.
Daher wurde das Ständerwerk nicht farblich gestaltet. Lediglich die beweglichen Bauteile im Inneren der Mühle, wie Flügelwelle, Königswelle, Mahlgang etc. wurden gebeizt oder gestrichen,
um den Charakter eines Konstruktions– Modells zu erhalten.
Daher wurde auch die Lattung zur Befestigung des Reet am Oberbau des Mühlenkörpers an den fünf unverkleideten Seiten weggelassen. Der Focus des Modells liegt eindeutig in der Wiedergabe der Funktion und der Technik einer typischen Industriemühle. Um die Größen zu verdeutlichen,
sind drei Figuren im Maßstab des Modells (ca. 1:44) an verschiedenen Stellen mit unterschiedlichen "Aufgaben" betraut.

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 Mühlenneubau 2006: "Het Jonge Schaap" durch den Verein "De Zaansche Molen" Fotos von www.industriemolens.nl
 Eine Mühlenbaustelle, Aufriss der Mühle
Während des Rumpfbaus mussten schon Teile des Mahlgangs mit gebaut werden, da diese Stellen später nicht mehr zugänglich waren. |
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Die Verkleidung der Windmühle:
Drei der acht Seiten des Modells wurden verkleidet. Vom Boden bis zur Mitte des Rumpfes wurde eine Verbretterung in Klinkerbauweise angebracht, ab dem sich stärker verjüngenden Teil des Oberbau bis zum
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Rollkranz wurde eine Schilfabdeckung nachgebildet. Das Schilf wurde durch kleine Bündel
von Schweineborsten angefertigt. Diese Bündel wurden auf Reihen von Latten zwischen den Säulen gebunden und mit
Weißleim fixiert. Anschließend wurde das "Schilf" mit einem Bartschneider in Form geschoren. |
Die Bretter am Unterbau der Windmühle wurden von unten beginnend überlappend direkt auf den Ständern angebracht. Auf eine Nagelung wurde im Modell verzichtet, da diese durch
Klinkerbauweise nicht sichtbar ist. Alle Bretter wurden auf den Säulen und miteinander verleimt.
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Vorher wurden die Innenseiten dunkel gebeizt. Die Außenseiten wurden
anschließend grün gestrichen, dem Farbschema der Mühlen an der Zaan folgend. Die Trennlinie zwischen dunkel– und mittelgrün entspricht der Geschossdecke des Steinbodens. |
 Geklinkerte Holzbeplankung
Die Bretter der Verkleidung erhielten einen Schutzanstrich aus eingefärbtem Teer oder Öl und waren so über Jahre haltbar. Die Reet– oder Schilfeindeckung der Mühle hielt etwa 20 — 25 Jahre.
 Reetverkleidung des Oberbaus
Arbeiten am Reet der Kappe von "Het Jonge Schaap" |
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Schilf war in den Niederlanden mit seinen Feuchtgebieten ein preiswerter Baustoff. Man bringt große Bündel am untersten Sparren an und arbeit sich dann bis zum Giebel hinauf.
Die einzelnen Lagen werden durch Weidenruten oder Eisendraht gehalten.

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Mühlsteine und Läufer am Modell:
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Dem Bausatz lagen vorgefertigte Holzscheiben für die Mühlsteine bei. Aus Holzscheiben, Rundhölzern und Vierkantleisten wurden die Zahnräder zusammengesetzt und dann
an den entsprechenden Stellen nach Plan auf den Achsen montiert.
Räderwerk am Mahlgang
Damit die Zahnräder ineinander greifen können, musste die Position der Achsen bei der Montage genau eingehalten werden.
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Teilweise wurden noch einzelne Zähne, der Drehrichtung der Achsen entsprechend, nachgeschliffen.
Die beiden Mahlwerke bestehen aus je zwei vertikalen Laufsteinen ("Läufer"), die in einem rechteckigen Rahmen montiert sind. Dieser Rahmen ist um eine senkrechte Achse
angeordnet, die in der Mitte des liegenden Mühlsteins ruht.
Sie wird über ein großes , waagerechtes Zahnrad angetrieben, das selbst wieder vom Gegenrad auf der Mahlwerk– Antriebswelle angetrieben wird.
Durch die Drehrichtung der Flügel ergibt sich eine Drehung der Laufsteine mit dem Uhrzeigersinn.
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Die Zähne der unterschiedlichen Räder mussten sehr genau auf einander "einlaufen". Der Bauabschnitt verlangte viel Geduld und sehr große Sorgfalt, da alles funktionieren sollte.

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Im Original ist um den liegenden Mühlstein in der Regel eine Art Kragen oder Rinne mit Rand angebracht, in dem das Mahlgut aufgefangen und abgefüllt wird.
Auch wurden die Läufer häufig farbig bemalt, wie auf den Fotos zu sehen ist.
 Läufer einer Ölmühle im Freilichtmuseum Zaans Schans (li.) und einer Kreidemühle.
Der Übersichtlichkeit halber, wurde im Modell darauf verzichtet. Die Läufer sind lediglich grau bemalt, um sie als Steine zu charakterisieren.
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Die Kappe der Windmühle mit Kammrad und Bremse:
Anders als bei den Windrädern unserer Zeit, mussten die Flügel der alten Windmühlen durch eine Bremse zum Stillstand oder auf die angemessene Drehzahl gebracht werden.
Diese Bremse war ein Ring aus einzelnen Holzsegmenten, welcher entweder um einen Teil des Radumfanges oder vollständig um das Kammrad griff. Ein Ende dieses Pressringes sass an einem Fugbalken fest, während das andere Ende
an eisernen Schienen beweglich gelagert, durch eine Kette mit dem Pressbalken so verbunden war, dass sich der Ring in Drehrichtung des Kammrad um dieses zuziehen konnte.
Funktionsweise der Kammrad Bremse
Die Kappe, oder auch Haube, der Windmühle war also das Steuerungszentrum der Mühle. Die Funktion der Bremse wurde mittels Hebeln und Seilzügen von der Galerie aus
bedient. Bei späteren Konstruktionen war die Steuerung dann auch vom Inneren der Mühle aus möglich, besonders nach dem Aufkommen der neuen Jalousieflügel, deren Klappen durch einen Mechanismus im Flügelkopf verstellt werden konnten.
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Im Modell wurde ein Pressring dargestellt, der nur um die oberen zwei Drittel des Kammrades greift, da im Baukasten keine Bremse vorgesehen war und der
Platz zwischen Kammrad und Fugbalken keinen vollständigen Ring erlaubte.
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Die Funktion im Modell entspricht dem Original: Durch Zug am Hebel mittels eines einfachen Flaschenzuges von der Galerie aus, wird
der Bremsbalken, dessen Gewicht die Bremse betätigt, angehoben und die Bremse lässt das Kammrad los. Das lose Ende des Flaschenzuges wurde an einem geeigneten Haken am unteren Ende des Steertbalkens
belegt. So konnte bei gelöster Bremse die Kappe ohne Probleme in den Wind gedreht werden.
Um im Modell die Bremse funktionstüchtig zu gestalten, musste das Gewicht des Bremsbalken erhöht werden. Bei der maßstäblichen Verkleinerung verändert sich ja nicht die
Dichte des Materials, so dass mit einigen Bleikügelchen im Inneren des Balkens ein Ausgleich geschaffen werden musste.
Die Fugbalken der Kappe ruhen direkt auf dem aus Eichenholz gefertigten Oberring.

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Auf diesen Fugbalken liegt der große vordere Windbalken und der kleine hintere Wellbalken.
In der Mitte liegt ein kleiner Balken mit einem Zapflager zur Aufnahme der Königswelle.
Innere der Kappe im Original, Blick auf das Kammrad von der Steertseite
Schematische Darstellung der Grundstruktur der Windmühlenkappe
Der kleine Schwertbalken liegt hinter, der große Schwertbalken im oder vor dem Drehpunkt der Kappe. An diesen sind an den äußeren Enden die Strebbalken (oder Schwertruten) befestigt, welche mit dem
unteren Ende des Steert verbunden sind, mit dem man die Kappe dreht.
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An beiden Seiten der Fugbalken sind die Stichbalken auf den Oberring "gekämmt", welche durch den Spannring zusammengehlten werden. Auf diesem ruht dann die Dachunterkonstruktion für die Kappe. |
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Die Flügel der Windmühle:
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Das eingerollte Segel wird durch die Saumlatten gesteckt und an den Scheiden angebunden. Die obere Ecke wird an der nächsten Rute mit angebunden.
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Schematische Darstellung der Flügelwelle
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Die Flügel sind das technische Kernstück der Windmühle. Sie sind keinesfalls
lediglich flache Gitter. Vielmehr sind sie aerodynamische Gebilde, die
eine elegant geschwungene Form aufweisen. Wegen der größeren Geschwindigkeit an den Flügelspitzen, muss sich die Schiefe der dem Wind zugewandten Seite zwangsläufig verringern.
Je zwei Flügelbäume, auch Ruten genannt, bilden ein Flügelpaar. Die Ruten sind im Kopf der Flügelwelle voreinander angeordnet. Man nennt das vordere Paar die Feld–, das hintere die Hausrute.
Die zur Welle rechtwinklige Ebene, in der sich die Flügel drehen, heisst Windebene. Alles was davor liegt nennt
man "vor dem Wind", was dahinter liegt "unter dem Wind".
In der Rute stecken in einem Abstand von 40cm — 45cm so genannte Scheiden, die der aeorodynamischen Form in einem Bogen folgen. Parallel zur Rute
sind daran die Saumlatten und Folgelatten befestigt, die verhindern, dass sich das Segel zu tief eindrückt. Die Vorderkante des Flügels bildet das Windbrett.
Die Scheiden und Saumlatten des Modells sind maßstäblich zu dick, was aber wegen der notwendigen Stabilität im Modell nicht vermeidbar war.
Die Segel selbst sind aus Segeltuch gefertigt, ähnlich einem Schiffsegel mit einem Schutzanstrich versehen und einem Liektau eingefasst.
Es wird an der Vorderkante mit dem Liektau in Knaggen an der Rute eingehakt, an der Hinterkante mit Leinen angebunden, welche über die, die Saumlatte
überragenden Scheidenenden geworfen werden. Je nach Stärke des Windes muss das Segel verkleinert, bzw. eingebunden, werden.
Das Modell zeigt drei verschiedene Zustände: An zwei Flügeln das voll entrollte Segel, an einem Flügel ein um Drittel verkleinertes und an einem Flügel ein zur Hälfte eingerolltes Segel.
Die Modell – Segel wurden aus Nesselstoff genäht, mit einem Liektau eingefasst und mit Tee etwas "gealtert".

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Für eine gleichmäßige Drehung der Flügel, war es erforderlich, dass die Ruten und Scheiden ein gleiches Gewicht hatten. Dazu wurden sie mit der Lehre vermessen.
Flügelneubau Verein "De Zaansche Molen" Fotos von www.zaansemolens.nl
Kopf der Flügelwelle mit Feld- und Hausrute
Kopf der Flügelwelle, die Öffnungen nehmen die Ruten auf.
Voll besegelte Windmühle. Die Flügel drehen sich aus der Sicht des Müllers (Unter dem Wind!) mit dem Uhrzeigersinn.
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